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Artikel über das Phänomen CoronaCorona im Zusammenhang mit der Entwicklungsfrage des Menschen

Das Phänomen Corona im Zusammenhang mit der Entwicklungsfrage des Menschen

Es ist interessant sich im Zusammenhang mit der gegebenen Corona-Situation und den damit verbundenen Herausforderungen und Anforderungen, die Entwicklungs-Frage zu stellen. In Bezug auf Krankheiten hat man in der ganzheitlichen Heilkunde den Ansatz, dass mit jeder durchgestandenen Krankheit in der Regel auch ein Entwicklungsschritt einhergeht. Besonders eindrücklich ist das bei Kindern zu beobachten, welche Veränderung bzw. Entwicklung hier eine sogenannte Kinderkrankheit mit sich bringt.

Kann man dies beim Erwachsenen auch so beobachten?

In der Anthroposophie befasst man sich eingehend mit der Entwicklungsfrage und gliedert verschiedene Entwicklungsphase des Menschen bis zum 49. Lebensjahr in die sogenannten Lebensjahrsiebte, das heißt, hier gibt es sieben Sieben-Jahresabschnitte, in denen entsprechende Entwicklungen stattfinden. Diese Lebensjahrsiebte haben eine Analogie zu den 7 Chakren des Menschen, die auch Energiezentren genannt werden. Entwicklung ist grundsätzlich eine sehr individuelle Sache, die auch durch die Einteilung in Lebensjahrsiebte nicht an Individualität verliert. Mit dieser Gliederung wird nur deutlich, welche Entwicklungsanforderungen in diesen Zeiträumen gegeben sind. Hier unterscheidet man die ersten Jahrsiebte, in denen eine Entwicklung scheinbar mehr wie automatisch verläuft, von den späteren, etwa ab dem 21. Lebensjahr, also im 4. Lebensjahrsiebt, in dem dann immer mehr eine Eigenaktivität im Hinblick auf die Entwicklung gefordert ist.

Woher kommt es, dass in den ersten drei Jahren die Entwicklung mehr wie automatisch geschieht und dann ab dem 4. Lebensjahrsiebt eine zunehmende Eigenaktivität gefordert ist? Hier ist es hilfreich, sich mit dem Begriff Entwicklung auseinanderzusetzen, wie er allgemein auf der physischen Ebene verstanden wird und was Entwicklung im ganzheitlichen Sinn, also auch im Hinblick auf eine seelisch-geistige Entwicklung bedeutet.

Wo liegt der Ursprung von Entwicklung?

Liegt er in der Materie, oder genauer gesagt in der Zelle, so wie es z. B. Darwin seiner Evolutionstheorie zugrunde legt, oder liegt der Ursprung von Entwicklung im Geistigen, im schöpferischen Potenzial des Menschen? Kommt Entwicklung zustande aufgrund des in der Zelle angelegten Wachstumspotenzials, oder findet Entwicklung, ausgehend vom schöpferischen Potenzial jedes einzelnen Menschen im Zusammenwirken mit dem Kosmos und der Geistigen Welt statt? Welches Menschenbild hat Darwin seiner These zugrunde gelegt und welches Menschenbild liegt dem „Neuen Yogawillen" und der Anthroposophie zugrunde?

In der Darwinistischen Evolutionstheorie geht man davon aus, dass die Information zur Entwicklung in der Zelle, also in der Materie, angelegt ist und von dort die Entwicklung stattfindet. Ein Merkmal dieser Theorie ist es auch, dass die stärksten Anlagen und Gene sich durchsetzen in der Entwicklung. Rudolf Steiner bemerkt dazu, dass die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse bemerkenswert sind, was die Naturreiche der Mineralien, der Pflanzen und der Tiere anbelangt. Die Naturwissenschaft zeigt damit aber auf, dass der Mensch somit das am höchsten entwickelte Tier wäre. Auf der materiellen Ebene hat das eine erkennbare Logik, die auf die Materie begrenzt bleibt. Nun gibt es seit über 140 Jahren die von Rudolf Steiner begründete Geisteswissenschaft, und in der geht man davon aus, dass der Mensch neben seinem physischen Körper, einen Ätherleib, Astralleib und ein Ich besitzt.

Die vier Wesensglieder des Menschen

Um ein umfassendes Verständnis für das „Freie Menschenbild" zu entwickeln, ist es günstig, dass man dort ansetzt, was man allgemein als Tatbestand erkennen kann: der Mensch besteht aus Körper, Gemüt, Psyche, Emotionen und Verstand/Intellekt und hierfür wird meist der Ausdruck verwendet: der Mensch besteht aus „Körper, Seele und Geist". Um hier noch mehr zu einer differenzierten Unterscheidung zu finden, kann man z. B. bei dem Anthroposophen und Geisteswissenschaftler Rudolf Steiner ansetzen, denn er hat das Menschbild noch erweitert, indem er den Menschen in die sogenannten vier Wesensglieder unterteilt hat:

den Körper             (physischen Leib)

den Ätherleib         (Lebenskräfteleib)

den Astralleib         (Seelenleib/Empfindungsleib/Bewusstsein)

und das Ich           (Ich-Selbst, Atman, das geistige Potenzial)

Diese vier Wesensglieder werden nachfolgend ausführlich dargestellt:

Das Ich

Das Ich wird auch als Selbst bezeichnet, es hat seinen Ursprung im Geistigen, im Kosmos und ist gleichzeitig im Menschen existent. Dieses Selbst, auch Atman genannt, ist das höchste Glied des Menschen und die führende Instanz über die unteren Wesensglieder. Mit dem Ich im Menschen ist eine unabhängige, freie Schöpferkraft gegeben und bezeichnend dafür ist die Gedankenfähigkeit, die dem Menschen zu eigen ist. Der Mensch kann frei und eigenständig Gedanken denken und diese sogar gestaltend und kreierend erweitern und in neuen Zusammenhängen denken.

Der Astralleib

Der Astralleib wird auch als Empfindungsleib oder Seele bezeichnet und ist durch das Bewusstsein gekennzeichnet. Der Astralleib des Menschen ist gekennzeichnet durch das Bewusste und das Unbewusste, und darin unterscheidet sich der Mensch vom Tier, dass er durch die Existenz seines Ich eine Wahrnehmung und Führung für das Bewusstsein und auch das Unbewusste entwickeln kann. Beim Tier wird das Bewusstsein von einer äußeren Intelligenz geführt, die sich im Instinkt äußert.

Der Astralleib kann noch einmal differenziert werden in die drei sogenannten Seelenkräfte: das Denken, das Fühlen und das Wollen. Wie kann das Denken, Fühlen und Wollen entwickelt werden, damit wir uns durch die Entwicklung und Differenzierung dieser Seelenkräfte zu einer Unabhängigkeit und Freiheit gegenüber den unbewussten und emotionalen Beeinflussungen kommen?

Der Ätherleib

Der Ätherleib wird auch als Lebens- oder Bilde-Leib bezeichnet und in seiner Eigenschaft als reine Kräfte- oder Bilde-Substanz formt und gestaltet er den physischen Körper. Hier wirken die vier Ätherkräfte: der Wärme-, der Licht-, der chemische und der Lebensäther.

Der Ätherleib ist auch der verbindende Leib, zwischen den oberen Trägern, dem Ich und dem Bewusstsein, und dem unteren Träger, dem physischen Körper.

Der physische Körper

Der physische Körper ist die stoffliche Ebene und kann damit auch als das irdische Sein bezeichnet werden. Der physische Körper ist letztendlich auch ein Ausdruck einer Gedankentätigkeit. Oder anders ausgedrückt, ist die Form in der Materie das Ergebnis einer vorangegangenen Idee und den entsprechenden Handlungen. Aus dem Gedanken entsteht die Bewegung und manifestiert sich in der Form.

Damit auch hier ein gegliederter und konkreter Gesamteindruck des ganzheitlichen Menschen entstehen kann, werden die vier Wesensglieder noch in die verschiedenen Zusammenhänge gebracht: Der physische Körper des Menschen besteht aus mineralischen Stoffen, aus denen auch die ihn umgebende Umwelt besteht und somit ist der menschliche Körper aus dem „gleichen Stoff", wie die Steine, die Pflanzen und die Tiere.

Die mineralische Welt an sich ist leblos und hier unterscheidet sich der menschliche Körper allerdings sehr wesentlich: in ihm wirken Lebenskräfte, auch Bilde-Kräfte genannt, der sogenannte Ätherleib, der die tote Materie durchdringt. Einen Ätherleib besitzen auch alle Pflanzen und Tiere.

Das nächsthöhere Wesensglied, den Astralleib, das Bewusstsein, besitzt eine Pflanze nicht, dieser ist nur den Tieren und Menschen eigen. Dieser Astralleib ermöglicht ein Bewusstsein für Empfindungen und lässt das Tier und den Menschen Eindrücke von außen, wie Freude und Schmerz, in seinem Inneren erleben. Das höchste Wesensglied, das Ich, besitzt das Tier nicht und dieses Ich ist nur dem Menschen zuzuordnen. Dadurch ist der Mensch seinen Empfindungen nicht so unmittelbar ausgesetzt wie das Tier, er kann sie durch eine entwickelte Ich-Aktivität unterscheiden und differenzieren und aus dem Ich heraus in eine Handlung führen. Beim Tier verhält es sich anders und dies äußert sich im Instinkt, denn das Tier ist durch eine äußere Intelligenz geführt.

das Ich                            der Mensch               

der Astralleib                  der Mensch, das Tier

der Ätherleib                    der Mensch, das Tier, die Pflanze

der physische Leib          der Mensch, das Tier, die Pflanze, das Mineralische

Heinz Grill hat das Ich einmal als Mysterium bezeichnet, das im Menschen als eine Schöpferkraft vorhanden ist. Dieses Ich ist das sogenannte oberste Wesensglied und ist als Führungskraft im Menschen tätig. Es ist nicht im Sinne von einem Ego tätig, sondern man kann sich dieses Ich als eine unabhängige Seins-Kraft kosmischen Ursprungs vorstellen, die führend auf die unteren Wesensglieder des Menschen wirkt. Das bedeutet, aus diesem Ich heraus wird der Astralleib, das Bewusstsein, des Menschen organisiert und geordnet und diese Führung im Astralleib wirkt weiter ordnend auf den Ätherleib. Der Ätherleib kann dann weiter in seiner Eigenschaft als Kräfte- oder Bilde-Substanz  auf den physischen Körper dadurch wirken, dass die Ätherkräfte das Physische, „die an sich tote Materie", mit Leben durchdringen und weiter formend und gestaltend auf den Körper wirken.

So gesehen haben wir eine Wirkungsweise von oben nach unten: das Ich wirkt von oben auf die unteren Wesensglieder führend und auch ordnend und diese Führungskraft im Menschen aus einem Ich heraus ist etwas sehr Bedeutsames.

Der Mensch ist somit nicht von seiner Genetik abhängig, er hat durch das Ich die Möglichkeit ganz bewusst sein Denken, Fühlen und Handeln zu gestalten und damit unabhängig von der Genetik zu werden und diese zu „übersteigen".

So ist im Menschen das Potential zur Unabhängigkeit, Freiheit und Schöpferkraft im seelisch-geistigen Sinne angelegt. Der Mensch kann, ausgehend von einem Gedanken, Situationen verändern, Ideale in eine Umsetzung bringen und entsprechend seine Willensverhältnisse entwickeln, damit sein Handeln insgesamt zu einem Aufbau führt.

Grundsätzlich ist mit dem „Freien Menschenbild" ein Entwicklungswunsch verbunden, der sich zum einen in der Empathie-Fähigkeit ausdrückt, den Gegenüber mit seinen Sichtweisen, Gefühlen und Wünschen wahrzunehmen, und zum anderen durch das Bewusstsein für Entwicklung, dem Wunsch nach Entwicklung der in der Seele angelegt ist und sich im Handeln entsprechend ausdrückt.

Es ist ein Entwicklungspotential im Menschen erkennbar, ein schöpferisches Potential, das es ihm ermöglicht, sich durch eine bewusste Eigenaktivität zu einem freien Menschen im seelisch-geistigen Sinne zu entwickeln.

Dieses Ich, oder geistige Potenzial hebt ihn über das Tierreich hinaus. Ein Tier kann Schmerz und Freude empfinden, was seelische Empfindungen sind, aber es kann nicht bewusst Handlungen steuern, sondern es wird von einer äußeren, weisheitsvollen Intelligenz, dem Instinkt, geleitet. Anders der Mensch, er kann auch Schmerz und Freude empfinden und kann diese Empfindungen unterscheiden und zuordnen, und darüber hinaus kann er unabhängig davon, ganz bewusst von einer Idee ausgehend seine Handlungen steuern.

Geht man von der Theorie Darwins aus, so wäre der Mensch abhängig von den physischen Bedingungen, von der Genetik, und den daraus resultierenden Entwicklungen. Geht man von einem freien Menschenbild aus, so kann man erkennen, dass der Mensch als Individuum und aufgrund seines geistigen Potenzials, eine Entwicklung bewusst und unabhängig von den körperlichen Bedingungen gestalten kann.

Also muss die Entwicklungsfrage wahrscheinlich auch immer eine geistige sein? Und damit im Zusammenwirken mit einem Kosmos und einer Geistigen Welt gesehen werden?

Heinz Grill hat in seinem Buch „Kosmos und Mensch" sehr ausführlich beschrieben, wie der Mensch als Microkosmos in einen Makrokosmos hineingestellt ist und eine Wirkung vom Menschen aus in den Kosmos hineingeht und ebenso umgekehrt vom Kosmos aus Wirkungen zum Menschen hin stattfinden. Der Mensch ist eingebunden in kosmische und geistige Gesetzmäßigkeiten und ebenso gehen vom Menschen Wirkungen aus in den Kosmos und die Geistige Welt.

Der Mensch erschafft mit seinen Gedanken und Gefühlen eine Atmosphäre, die wahrnehmbar ist und die man als sympathisch oder antipathisch, als strahlend oder dunkel, als klar oder diffus, empfinden kann. Ein Lehrer erschafft aufgrund seiner Vorstellung von einem idealen Unterricht und der bestmöglichen Förderung der Entwicklung der Schüler, eine Atmosphäre in seinen Unterrichtsstunden, die die Schüler wahrscheinlich als sympathisch, weit und anhebend erleben und so wird durch diese geschaffene Atmosphäre leichter ihr Interesse für die Schulfächer und Themen geweckt. Der Lehrer eröffnet durch seine förderlichen und idealen Gedanken sozusagen einen Entwicklungsraum. Die Gedanken- und Vorstellungstätigkeit des Lehrers, also sein schöpferisches, sein geistiges Potenzial, eröffnen einen freien Raum für die Entwicklung der Schüler, die natürlich in einer entsprechenden Eigenaktivität dazu beitragen müssen, dass Entwicklungsschritte geschehen. Man kann beobachten, wenn das Interesse für ein Thema erst einmal geweckt ist, dann ist eine regelrechte Begeisterung spürbar und das Lernen fällt entsprechend leichter – der Begriff „Begeisterung" enthält das Wort „Geist".

Im gleichen Maß kann der Mensch bewusst oder auch unbewusst eine ungünstige Atmosphäre erschaffen. Wenn z. B. der Inhaber und Leiter einer Firma seine Aufgabe und Verantwortung aus dem Motiv des größtmöglichen Gewinns für sich, ohne Rücksicht auf andere Menschen, leistet, wird durch diesen Gedankenansatz keine förderliche und geordnete Atmosphäre in dieser Firma entstehen. Es wird eine Unordnung auf der seelischen Ebene entstehen, sich vielleicht sogar Konkurrenzdenken und Mobbing zeigen und diese Zustände können in der Folge Krankheiten mit sich bringen. Der Firmeninhaber hätte das Potenzial günstige und entwicklungsförderliche Bedingungen zu schaffen, er unterlässt es aber aufgrund einer egoistischen Motivation und so entsteht eine ungünstige und durchaus auch krankmachende Atmosphäre für das Umfeld, die Mitarbeiter und oftmals noch weitreichender. Wenn sich die Mitarbeiter dieser lügenhaften und ausbeutenden Haltung ihres Chefs nicht bewusst sind und diese Tatsache nicht beachten oder verdrängen, sind sie diesen Einflüssen mehr ausgesetzt und werden von ihnen determiniert, als wenn Sie durch Realisierung der ungünstigen Umstände diesen durch ihre Haltung etwas entgegen setzen.

Heinz Grill beschreibt im Buch „Kosmos und Mensch" folgendes: „Die menschliche Seele lernt um ihrer selbst willen, aber sie lernt vor allem um der Schöpfung willen, das heißt, um ein größeres soziales oder gemeinschaftliches Kommunizieren zu entwickeln und schließlich auch Inhalte auf edlere Stufen anzuheben. Das Lernen findet deshalb nicht nur statt, wie man das vielleicht auf den ersten Blick meinen könnte, um ein isoliertes Ziel zu erreichen, beispielsweise eine beste Prüfung zu absolvieren, vielmehr sollte die Leistung mit dem Wert in der gesamten Entwicklung zusammenfließen, denn die menschliche Seele trägt vielmehr in sich das Bedürfnis nach wachsenden Entwicklungen, und sie will in diesem Lernen ihre Integrität finden und eine Art auferlegten oder geistigen Sinn in die Erfüllung bringen."

So ist in der menschlichen Seele ein Entwicklungswunsch angelegt, und dieser Entwicklungswunsch erhält seine Führung und Verwirklichung aus dem Geistigen, zum einen aus dem geistigen Potenzial des Menschen, also der Gedankenkraft, und zum anderen aus dem Kosmos und der Geistigen Welt.

Wie entsteht die Krankheit, die ein Bestandteil einer seelisch-geistigen Entwicklung ist?

In dem Buch „Die sieben Lebensjahrsiebte und die 7 Chakren" beschreibt Heinz Grill den Entwicklungsgedanken folgendermaßen: „Am Anfang aller Entwicklung erstrahlt der Gedanke und dieser bewirkt die verschiedenen Bewegungen des Denkens, Fühlens und Wollens. Wenn es diesen Gedanken zur Initiation nicht geben würde, wäre die Weltenschöpfung ohne eine Idee und somit ohne Ordnung und Bedeutung. Das Denken in seiner Qualität führt jedenfalls zu den Bewegungen des Äthers."

Der Mensch mit seiner Gedankenkraft erzeugt Wirkungen und es gibt Wirkungen, die vom Kosmos und der Geistigen Welt ausgehen, in beiden seelisch-geistigen Ebenen, wenn man das einmal so nennt, gibt es den Entwicklungswunsch. So kann man im Grunde in einer gewissen Logik annehmen, dass eine Krankheit einen geistigen Ursprung haben muss, da im Geist der Entwicklungswunsch angelegt ist, und eine Krankheit eine Anforderung darstellt, die einen nächsten Entwicklungsschritt ermöglicht und im Grunde auch einfordert.

Wie kann man diese Zusammenhänge nun mit dem Corona-Virus in Verbindung bringen?

Der Mensch erzeugt mit seinen Gedanken und seiner Haltung eine Atmosphäre, er erschafft aus geistiger Sicht nicht nur eine nicht sichtbare Atmosphäre, sondern in dieser feinstofflichen Ebene werden durch die Gedankenkraft Wesen, Kräfte, geschaffen, die eine Wirkung auf den Menschen, das Umfeld und sogar auf die gesamte Menschheit haben können.

Wir leben in einer Zeit, in der der Mensch für das Seelen- und Geistleben und deren Zusammenhänge mit einem Kosmos und einer Geistigen Welt wenig, bis überhaupt kein Bewusstsein mehr hat. Die Menschheit hat sich sehr stark zum Materialismus hin entwickelt und versucht auch, Phänomene wie das Corona-Virus auf dieser materiellen Ebene zu erklären. In Diskussionen und im Ringen um Aufklärung dieser Zeitumstände, wird man feststellen, wie man auf der Basis von Fakten und Zahlen immer wieder an Grenzen stößt und kein Weiterkommen zu einer wirklich schlüssigen und logischen Erklärung der Corona-Situation möglich ist. Wir haben laut Statistiken keine Übersterblichkeit, trotz oder mit Corona. Es sterben jedes Jahr Menschen an Herz-Lungen-Krankheiten, an Krankenhausviren, Grippeviren etc. und wir haben trotz der Pandemie keine Übersterblichkeit. Wie lassen sich auf dieser Fakten-Grundlage die angeordneten Maßnahmen und die weitere Vorgehensweise erklären?

Seit ca. dem 17. Jahrhundert gibt es die moderne Naturwissenschaft, die auf diesem Gebiet beachtliche Erkenntnisse errungen hat, aber in manchen Bereichen keine abschließend schlüssigen oder weiterführenden Erklärungen für bestimmte Phänomene findet. Hier bleibt so manche Frage offen.

Seit über 140 Jahren gibt es die von Rudolf Steiner begründete Geisteswissenschaft, die auf der Grundlage von wissenschaftlicher Arbeit weitreichende Erkenntnisse erarbeitet hat, die das Menschsein, die Naturphänomene, Krankheitsgeschehnisse und vieles mehr in erweiterte und aufschlussreiche Zusammenhänge bringt. Der Mensch als Geistwesen ist eingebunden in seelisch-geistige Gesetzmäßigkeiten und nach der Logik dieser Gesetzmäßigkeiten entstehen Bedingungen für Entwicklung und Krankheit. Ursächlich dafür ist immer die Geistige Ebene. Der Mensch kann sich dies durch genaue Beobachtung und Forschungsarbeit vergegenwärtigen und sich die Zusammenhänge bewusst machen. Entsprechend erkennt er krankmachende Verhaltensweisen, unterlassene Entwicklungsschritte, ungünstige Motive und kann sich vergegenwärtigen, wie diese ursächlich sind für entsprechende Wirkungsfelder. Ebenso kann er Kraft seines schöpferischen Potenzials förderliche Bedingungen für eine Kultur, für das Sozialleben und eine seelisch-geistige Entwicklung schaffen.

Nun stellt sich die Frage, welche Entwicklungsanforderungen mit dem Phänomen Corona gegeben sind und welche bewussten Entwicklungsschritte sozusagen anstehen?

Eine spannende Frage, deren Erforschung interessant und aufschlussreich sein kann.

 

Heinz Grill hat auf seiner Homepage https://heinz-grill.de/ einen Artikel über dieses Thema veröffentlicht:

„Das Coronaproblem bleibt unlösbar, wenn nicht die geistige Ursache berücksichtigt wird."

https://heinz-grill.de/corona-wesen-luege/  

     Im Buch „Die sieben Lebensjahrsiebte und die 7 Chakren" von Heinz Grill findet man detaillierte Darstellungen über das Thema der Entwicklung.

      Rudolf Steiner hat der Anthroposophie ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde gelegt, das beinhaltet, dass der Mensch einen Körper, einen Ätherleib, einen Astralleib und ein Ich, ein schöpferisches Potenzial besitzt. https://anthrowiki.at/Menschenbild

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